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Unsere Entwickler im Fokus: Die Geschichte hinter der FDR-AX700

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Unsere Entwickler im Fokus: Die Geschichte hinter der FDR-AX700

Die Filmkameras von Sony für den professionellen Bedarf werden bei der Filmproduktion, z. B. in TV- und Filmstudios, schon lange hoch geschätzt. Jetzt hat Sony fortschrittliche Camcorder-Technologie und umfangreiches Fachwissen zu einem Modell für Privatanwender verschmolzen – und das Ergebnis heißt FDR-AX700. Warum führt Sony ein solch leistungsstarkes Handycam® Modell auf dem Markt für Privatanwender ein, das beinahe als Profigerät durchgehen könnte? Wir haben im Interview drei Mitglieder des Entwicklungsteams nach ihren Erkenntnissen und Zielen gefragt.

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Konzept

Durch Funktionalität und Design filmische Gestaltungsmittel auf Profiniveau schaffen, die den Anforderungen von Hobbyfilmern entsprechen.

 

Beginnen wir mit der Frage, wie die AX700 diesen fortschrittlichen Entwicklungsstand erreicht hat. Wie kam es dazu?

be5e5383281132405a0da924b75644b7.pngJunichiro Tamagawa: In der jüngeren Vergangenheit sind 4K Fernseher immer beliebter geworden und auch Software zur Videobearbeitung wird von immer mehr privaten Anwendern genutzt. Daraus ergeben sich dramatische Veränderungen für die Filmlandschaft. Amateurfilmer, die die Filmproduktion als Hobby begreifen, verlangen nach gleichzeitig leistungsfähigen, aber benutzerfreundlichen Kameras, die professionellen Geräten nahe kommen. Das bedeutet, dass die Grenze zwischen dem Amateur- und dem Profibereich immer mehr verschwimmt. In der Vergangenheit hat Sony klar voneinander abgegrenzte Kameramodelle für private Anwender und für professionelle Fernsehübertragungen und Filmproduktionen im Programm gehabt. Heute jedoch überschneiden sich die Zielgruppen für diese Aufnahmegeräte, sodass sie für beide Arten von Anwendern interessant sind. So werden beispielsweise die leistungsstarken α Wechselobjektivkameras für private Anwender von professionellen Filmemachern geradezu gefeiert. Das führte dazu, dass wir nun drei neue Camcorder-Modelle eingeführt haben – die XDCAM PXW-Z90 (im Folgenden „Z90“), die NXCAM HXR-NX80 (im Folgenden „NX80“) und die Handycam® FDR-AX700 (im Folgenden „AX700“) –, um sowohl den Anforderungen von Profis als auch von Amateurfilmern gerecht zu werden.

 

Welches Ziel wurde bei der Entwicklung der AX700 als Teil der Handycam® Produktserie verfolgt?

Junichiro Tamagawa: Die im Jahr 2014 eingeführte FDR-AX100 (im Folgenden „AX100“) ist das ehemalige Flaggschiff der Handycam® Produktserie. Sie unterstützt 4K Filmaufnahmen und liefert ein extrem hochwertiges Bild – wie hochauflösende Fotos, die zu atemberaubenden Videos animiert werden –, weshalb sie sehr geschätzt wurde. Die nun neu vorgestellte AX700 übertrifft ihren Vorgänger sogar noch. Sie erbt die hohe Leistungsfähigkeit, verfügt allerdings über zusätzliche, neu eingeführte Funktionen, die ihr einen unschlagbaren Nutzwert verschaffen. Da fortgeschrittene Amateurfilmer ihr Hobby immer professioneller betreiben, kommt auch immer häufiger die Forderung nach bequemeren Aufnahmemöglichkeiten und präziseren Einstelloptionen auf.

 

Nobuhiro Onouchi: Für die Entwicklung der AX700 haben wir ein gemischtes Team aus Mitgliedern der Geschäftsbereiche mit Videokameras für professionelle und private Anwender zusammengestellt. Dieses bereichsübergreifende Team brachte das Projekt voran. Die Organisation des Teams – eine sorgfältige Auswahl von Mitgliedern aus beiden Bereichen – ist so noch nie dagewesen. Wie könnte das ideale Team für die Entwicklung eines Camcorders auf Profiniveau aussehen?

 

Welche besonderen Wünsche wurden mit dem Modell AX700 erfüllt?

46ab42b3ef886b42a8d93baa17a301ba.jpgJunichiro Tamagawa: Die von AX100 Benutzern am häufigsten angefragte Funktion war der Autofokus. Daher haben wir uns bei der Entwicklung der AX700 stark darauf konzentriert. Die Kombination aus dem 1,0" großen Bildsensor und der Unterstützung für 4K Aufnahmen ermöglicht Bilder mit geringer Tiefenschärfe, doch es ist eine außerordentlich präzise Fokussierung erforderlich, um dabei eine hohe Bildqualität zu erzielen. Selbst wenn ein Motiv während einer Filmaufnahme genau im Fokus zu sein schien, waren die Benutzer manchmal enttäuscht, wenn sie das Filmmaterial später auf ihrem großen 4K Fernseher zu Hause sichteten, da es vorkommen konnte, dass das Motiv nicht so scharf im Fokus war wie erwartet. Die Kamera muss in der Lage sein, Motive jederzeit im richtigen Augenblick genau scharfzustellen, da sich viele Szenen nicht wiederholen lassen und daher einmalig sind.

 

Hat die AX700 noch andere wichtige Funktionen von Profikameras geerbt?

596ad78e082c1adcb1f8891dca985729.pngNobuhiro Onouchi: Eine einfache Handhabung ist für professionelle Anwender wichtig. Die Menüstruktur und -bedienung sind eines der Hauptunterscheidungsmerkmale zu den Handycam® Modellen. Die AX700 wartet mit noch präziseren Einstellmöglichkeiten auf, und wir haben sehr auf eine einfache Bedienung geachtet. Wir haben die Auflösung des OLED-Displays im elektronischen Sucher und des LCD-Monitors erhöht, damit die Augen beim Betrachten weniger angestrengt werden. Zudem haben wir die AX700 proaktiv mit hochwertigen Bauteilen ausgestattet, die auch in unseren professionellen Videokameras zum Einsatz kommen.

 

Technologie

Der extrem schnelle Autofokus, der sich bereits bei den α Wechselobjektivkameras bewährt hat, zeigt nun im Bereich der Videoproduktion sein wahres Potenzial.

 

Erzählen Sie uns doch bitte etwas mehr über den Autofokus der AX700 und darüber, warum er bei der Entwicklung im Vordergrund stand.

Hitoshi Ueda: Zum ersten Mal in der Geschichte der Handycam® Camcorder gibt es mit dem AX700 ein Gerät mit schnellem Hybrid-Autofokus. Dieses zuvor bereits in den Wechselobjektiven der α Serie und den kompakten Cybershot Digitalkameras von Sony integrierte System genießt einen ausgezeichneten Ruf. Zu den herausragenden Funktionen gehört die neue, mit einem herkömmlichen Kontrast-AF-System kombinierte AF-Phasendetektion, die Bemerkenswertes leistet.

 

Junichiro Tamagawa: Bei der automatischen Fokussierung für Fotoaufnahmen kommt es insbesondere auf die Geschwindigkeit und Präzision der Kamera beim Scharfstellen auf das gewünschte Motiv an. Bei Videoaufnahmen hingegen ist zusätzlich der Übergang zwischen unscharfen und scharfen Bildelementen als gestalterisches Mittel wichtig. Dabei ist eine schnelle Fokussierung nicht zwangsläufig das Mittel der Wahl, um den gewünschten Effekt zu erzielen.

 

Hitoshi Ueda: Dank unserer Autofokus-Technologie erreichen wir nicht nur schnelle, sondern auch natürliche und angenehm sanfte Fokusübergänge. Dies gelingt durch die Kombination eines Bildsensors mit AF-Phasendetektion und eines neu entwickelten Algorithmus speziell für Videoaufnahmen. Wie schafft es die Kamera, einen Übergang vom aktuellen Fokuspunkt zum nächsten gewünschten Motiv herzustellen? Mit dem AF-Phasendetektionssystem, das das Vorhersagen des nächsten gewünschten Zielmotivs erlaubt.

 

Sie haben den leistungsstarken kontinuierlichen Autofokus erwähnt. Können Sie uns mehr dazu erzählen?

0f1ee005a0310245f680a921c0c099f3.jpgHitoshi Ueda: Natürlich. Das kontinuierliche Tracking ist ein weiteres Verkaufsargument für die AX700. Die insgesamt 273 AF-Punkte zur Phasendetektion decken fast 84 % der Gesamtfläche des Bildbereichs ab und jeder dieser Punkte spielt bei der Berechnung des Bereichs mit dem zu fokussierenden Motiv eine Rolle. Die Daten von all diesen AF-Punkten werden anschließend vom System kombiniert, um das vom Benutzer gewünschte Motiv zu ermitteln.

Kontinuierliches Tracking ist jedoch nicht immer vonnöten. Wenn Sie [der Benutzer der Kamera] sich plötzlich in einer neuen Situation wiederfinden – z. B. weil Ihr Kind plötzlich ins Bild läuft, während Sie gerade mit der Bildkomposition für eine Landschaftsaufnahme beschäftigt sind –, möchten Sie vielleicht kurz auf Ihr Kind fokussieren, um einen schnellen Schnappschuss zu machen. In anderen Situationen brauchen Sie vielleicht kein kontinuierliches Tracking, z. B. wenn Sie die Kamera schnell abwechselnd in verschiedene Richtungen schwenken müssen. Stattdessen ist schnelles Umschalten von einem Motiv zum nächsten gefragt. Aus diesen Grund haben wir die AX700 mit einen auswählbaren Empfindlichkeitsbereich für den AF-Motivwechsel ausgestattet. Somit kann der Benutzer eine von fünf Empfindlichkeitsstufen für den Wechsel zwischen aufeinander folgenden Motiven auswählen, die von „BEWEGLICH“ bis „FEST ERFASST“ reichen. Die Kamera bietet außerdem fünf Einstellmöglichkeiten für den Tiefenbereich des AF-Trackings – von „WIDE“ (WEIT) bis „NARROW“ (SCHMAL). Dank dieser präzise anpassbaren Funktionen versetzt die Kamera den Benutzer in die Lage, seine Aufnahmen genau seinen Vorstellungen entsprechend zu komponieren.

Ebenso spielt beim Motivwechsel ein neu entwickelter Algorithmus eine tragende Rolle. Um verschiedenste Einstellungen individuell aufeinander anzupassen, ist zudem ein hochentwickeltes Gespür für die richtige Abstimmung erforderlich.

 

Die AX700 wird den verschiedensten Aufnahmesituationen und -anforderungen gerecht. Haben Sie irgendwelche Vorschläge für die Kunden, was sie mit der Kamera ausprobieren sollen?

Hitoshi Ueda: Wissen Sie, in Japan werden gerne Züge fotografiert. Doch Züge kommen nicht immer regelmäßig vorbeigerollt. Da die Aufnahmemöglichkeiten begrenzt sind, ist es schwierig, einen Zug manuell genau zu fokussieren, insbesondere wenn ein hochwertiges 4K Video von einem solchen aufgenommen werden soll – denn dazu sind fortgeschrittene Fokussiertechniken erforderlich.

 

Die Kamera

Die Stärke von Sony liegt in der internen Entwicklung aller wichtigen Komponenten. So gelingt es uns, die bestmöglichen Lösungen und die besten Technologien bereitzustellen.

 

Wir haben bereits über die unerreicht klare 4K Bildqualität gesprochen, die der schnelle Hybrid-Autofokus ermöglicht. Können Sie nun kurz die Verkaufsargumente für 4K Filme erläutern?

d140d6e2128f143c7995383b2e08288d.pngNobuhiro Onouchi: Die AX700 ist mit einem mehrschichtigen Exmor RS™ CMOS-Sensor (Typ 1,0") ausgestattet. Dieser Bildsensor ist aus einer mehrschichtigen (aus mehreren Ebenen bestehenden) Schaltkreisstruktur aufgebaut, die eine extrem schnelle Signal- und Pixelverarbeitung auf mehreren Ebenen ermöglicht, sodass Daten in kürzester Zeit ausgelesen werden können. Dies trägt nicht nur zur Verbesserung der Bildqualität, sondern auch zur Vermeidung von Bildverzerrungen durch den Rolling-Shutter-Effekt bei.

Dem Exmor RS CMOS-Sensor stehen ein BIONZ X Hochgeschwindigkeits-Bildprozessor, der Farbtöne und Strukturen naturnah darstellt, ein ZEISS® Vario Sonnar T* Objektiv mit eigens von Sony entwickelten AA-Linsen (Advanced Aspherical) für eine hervorragende Abbildungsleistung von Bildrand zu Bildrand sowie ein spezieller intern entwickelter Algorithmus zur Seite, der für eine außergewöhnlich hohe Videoqualität sorgt.

 

Junichiro Tamagawa: Diesem Exmor RS CMOS-Sensor stehen ein BIONZ X Hochgeschwindigkeits-Bildprozessor, der Farbtöne und Strukturen naturnah darstellt, ein ZEISS® Vario Sonnar T* Objektiv mit eigens von Sony entwickelten AA-Linsen (Advanced Aspherical) für eine hervorragende Abbildungsleistung von Bildrand zu Bildrand sowie ein spezieller intern entwickelter Algorithmus zur Seite, der für eine außergewöhnlich hohe Videoqualität sorgt.

 

Hängt die Einführung von 4K HDR (im Folgenden „HDR“) damit zusammen, dass die Attraktivität von 4K Filmen gesteigert werden soll?

45ba0884f980fe81c8b5aea37c76e4a8.pngJunichiro Tamagawa: Zunächst fragen Sie sich vielleicht, was HDR eigentlich bedeutet. Kurz gesagt, liefert die HDR-Technik ein Bild, das der Wahrnehmung des menschlichen Auges nahe kommt. Verglichen mit herkömmlichen Fernsehern wird mit dieser Technik ein breiterer Dynamikumfang mit feiner abgestuften Farben erreicht. Ein schönes Bild zeichnet sich nicht nur durch eine hohe Auflösung aus, sondern auch durch eine Vielzahl von zusätzlichen Elementen.

Um HDR-Filme ansehen zu können, benötigt man einen HDR-fähigen Fernseher. Und die Verfügbarkeit von HDR-fähigen 4K Fernsehern nimmt rasch zu. Um diesem wachsenden Markt Rechnung zu tragen, beschlossen wir, filmische Möglichkeiten zu schaffen, mit denen Endkunden HDR-Material aufnehmen und die Schönheit ihrer HDR-Aufnahmen unmittelbar auf einem HDR-fähigen Fernseher genießen können, ohne zuerst komplizierte Bearbeitungsschritte durchlaufen zu müssen. Sony hat bereits professionelle HDR-fähige Camcorder eingeführt, und die entsprechende Profi-Technologie nun in die AX700 gegossen. An der Entwicklung der AX700 waren sogar Mitglieder des Teams für Profi-Kameras beteiligt – ein großer Vorteil. Wir hoffen, dass Benutzer der AX700 ihre 4K HDR-Aufnahmen auf einem HDR-fähigen 4K BRAVIA Fernseher von Sony wiedergeben werden.

 

Benutzerfreundlichkeit

Wir entsprechen mit der Gestaltung der Kamera den Anforderungen nach praktisch verwendbaren Menüs und Zubehörteilen, die schnell und einfach von den Benutzern verwendet werden können.

 

Wie unterstützt Sony Kunden abgesehen von der erstklassigen Bildqualität und vielfältigen Gestaltungsmöglichkeiten noch dabei, engagierte Filmprojekte umzusetzen?

Junichiro Tamagawa: Heute gibt es viele Möglichkeiten, Videos aufzunehmen. Da es sich bei der AX700 um einen Camcorder handelt, bietet sie den höchstmöglichen Bedienkomfort beim Filmen.
 

Nobuhiro Onouchi: Aus diesem Grund haben wir versucht, der Kamera einen angenehmen haptischen Eindruck zu verleihen. Die Kamera soll sich wie ein Teil des Körpers anfühlen. Die AX700 wurde mit dem Ziel entwickelt, den Kunden das Aufnehmen ihres gewünschten Bildmaterials so weit wie möglich zu vereinfachen. Mit diesem Gedanken im Kopf haben wir zahlreiche ausgeklügelte Designmerkmale in die Kamera einfließen lassen – z. B. die optimale Gewichtsverteilung beim Halten der Kamera während der Aufnahme, die gute Erreichbarkeit der Tasten und die einfache Navigation im Menü. Die AX700 ist beispielsweise etwas größer geworden als die AX100. Infolgedessen haben wir auch den Griff größer gestaltet und ihm eine Form gegeben, die bei Profi-Camcordern üblich ist, sodass die Kamera leicht zu bedienen und zu handhaben ist.

 

Junichiro Tamagawa: Obwohl Benutzer im Allgemeinen dazu neigen, technische Daten zu vergleichen, wenn sie vor dem Kauf eines solchen Produkts stehen, haben wir nicht ausschließlich auf die nackten Zahlen und Fakten geachtet, sondern viel in die Haptik des Produkts investiert. Wir wollten den Benutzern wirklich ein angenehmes Arbeiten mit der Kamera ermöglichen und dafür sorgen, dass sie sich voll und ganz auf die gewünschte Aufnahme konzentrieren können. So haben wir z. B. die Detailgenauigkeit des elektronischen Suchers und des LCD-Monitors erhöht, damit zuverlässig kontrolliert werden kann, ob ein Motiv scharfgestellt ist. Somit können Einstellungen schnell und einfach geändert und Aufnahmen mühelos fortgeführt werden.

 

Nobuhiro Onouchi: Die Genauigkeit der Peaking-Funktion, mit deren Hilfe beim manuellen Scharfstellen der fokussierte Bereich angezeigt wird, wurde bedeutend erhöht. Selbst beim Aufnehmen von hochauflösenden 4K Filmen kann so manuell mit der gewünschten Genauigkeit fokussiert werden, da wir das System überarbeitet haben, um sicherzustellen, dass der Fokusbereich der Kamera klar und deutlich erkennbar ist. Wir sind davon überzeugt, dass unsere Kunden das sehr zu schätzen wissen werden. Es ist ein großer Vorteil und war nur durch die höhere Auflösung des elektronischen Suchers und des LCD-Monitors möglich.

Das Gerät wurde mit verschiedenen leistungsstarken Bauteilen ausgestattet, die denen in professionellen Videokameras in nichts nachstehen.

 

Junichiro Tamagawa: Zusätzlich haben wir als Reaktion auf die Rückmeldungen von Benutzern zur AX100 darauf geachtet, der AX700 zahlreiche praktische Funktionen für Videoaufnahmen zu spendieren – unter anderem eine große Zoomtaste und zwei SD-Karten-Steckplätze.

 

Über die Benutzeroberfläche im Menü gibt es viel zu erzählen, nicht wahr?

46724c703b01b45c5daf2e300f5818dd.jpgNobuhiro Onouchi: Die Anzahl von Menüelementen hat sich erheblich erhöht. Doch wenn ein Menü übermäßig kompliziert wird, so sind diese „Verbesserungen“ nutzlos. Daher haben wir das Kameragehäuse mit sechs frei belegbaren Tasten versehen, über die der Benutzer direkt auf gewünschte Funktionen zugreifen und diese verwenden kann. Die Tasten können im Vorfeld mit häufig genutzten Menüelementen belegt werden. Dabei stehen mehr als 40 Funktionen zur Auswahl.

 

Hitoshi Ueda: Wenn es an einem Drehort im Freien zu hell ist, um den LCD-Monitor zu nutzen, bietet sich z. B. das Arbeiten mit dem elektronischen Sucher und der „Cross“ Taste (dem Steuerkreuz) an, die wunderbar zusammen verwendet werden können.

 

Junichiro Tamagawa: Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass das Menü, selbst wenn es auf dem LCD-Monitor angezeigt wird, nicht den gesamten Bildbereich verdeckt. Viele professionelle Benutzer haben eine Abneigung gegen Funktionen, die dazu führen, dass sie nicht mehr genau erkennen können, was die Kamera aufnimmt.

 

Botschaft

Es gibt unzählige Möglichkeiten, fesselnde Filme zu produzieren. Wir hoffen, dass die AX700 möglichst viele Menschen anspricht.

 

Können Sie uns erläutern, wie Zeitlupen- und Zeitraffer-1 sowie Super Slow Motion-Funktionen2 zur Erweiterung der gestalterischen Mittel beim Film beitragen?

3af833752357cc66f17df4a12787f1e0.pngJunichiro Tamagawa: Neben den zahlreichen unterschiedlichen Möglichkeiten, Videos aufzunehmen, bietet die AX700 zwei spezielle Modi für die Darstellung von „Zeit“. Eine dieser Funktionen, die durch den Exmor RX CMOS-Sensor ermöglicht wird, ist der Super Slow Motion-Modus, in dem die Kamera Videos mit einer Wiederholrate von 960 Bildern pro Sekunde aufnehmen kann, was einer 40-fachen Zeitlupe entspricht. Diese Funktion der AX700 war bis vor Kurzem nur teuren Profigeräten vorbehalten. Eine weitere derartige Funktion ist der Zeitlupen- und Zeitraffer-Modus, mit dem der Benutzer eine Bildwiederholrate zwischen 120 und 1 Bild pro Sekunde frei wählen kann.

 

Ich habe gehört, dass die AX700 sich nicht an ein bestimmtes Geschlecht oder eine bestimmte Käuferfamilie richtet, sondern an alle Benutzer mit einer Leidenschaft für Filmaufnahmen. Was möchten Sie diesen Filmbegeisterten mitteilen?

Junichiro Tamagawa: Seit einiger Zeit ist das Aufnehmen und Produzieren anspruchsvoller Filme nicht mehr nur Profis vorbehalten, sondern im Mainstream angekommen. Heutzutage können private Anwender ihre Werke in sozialen Netzwerken veröffentlichen und mit Menschen in aller Welt teilen. Ich bin davon überzeugt, dass solche Filmemacher – und dazu zähle ich auch Benutzer, die Filme mit der AX700 aufnehmen möchten – dieses Hobby mit Leidenschaft betreiben und einen hohen Anspruch an ihre Werke haben.

 

Hitoshi Ueda: Diesmal sah ich mich bei der Entwicklung des schnellen Hybrid-Autofokus zahlreichen Herausforderungen gegenüber. Umso mehr freut es mich, dass wir die AX700 großzügig mit technischen Vorzügen und ausdrücklich gewünschten Funktionen bedacht haben. Die AX700 ist ein würdiger Nachfolger für die älteren Modelle der Handycam® Serie und versetzt den Benutzer umgehend in die Lage, selbst mit den Standardeinstellungen ganz einfach wunderschönes Filmmaterial aufzunehmen. Dennoch liegt die größte Stärke der Kamera in ihrer Anpassbarkeit, die unterschiedlichsten professionellen Ansprüchen gerecht wird und große filmische Freiräume gewährt.

 

Nobuhiro Onouchi: Die AX700 ist das Ergebnis bedeutender Innovationen, die einem Flaggschiff der Handycam® Serie gerecht werden, das mit viel Liebe zum Detail entwickelt wurde, damit es dem entspricht, was sich nicht nur Amateurfilmer, sondern auch Profis erträumen.

7 Kommentare
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Entdecker

Hallo liebe User,

Vermisst ausser mir noch jemand ein Wort zum fehlenden 50p ?

Und warum jetzt dieser Artikel für eine bereits länger erhältliche Kamera?

Muss der Verkauf angekurbelt werden, damit es Platz gibt für einen Nachfolger mit 50p ? Ich warte darauf!

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Expert

Hallo @wideoch,

 

die Kamera kann doch 50p, 60p, 100p und 120p, nur nicht in 4K.

 

Ich persönlich vermisse keinen Modus und finde, dass der Camcorder immer nich ein super Gerät ist, selbst wenn er schon ein halbes Jahr auf dem Markt ist.

 

- Nic

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Entdecker

Hallo Nic

 

Na ja, aber eben nicht in 4K! Und die Kamera kaufe ich ja wegen 4K! Ansonst kann ich bei HD verbleiben.

Ohne 50p geht kein Schwenk ruckelfrei, auch schnelle Bewegungen (z.B. Fahrzeug) gibt störende Ruckler.

Dass 50p in 4K technisch möglich ist, zeigt die Konkurrenz. Ich will aber SONY!

Mfg 

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Enthusiast

Hallo Sony

 

Persönlich wollte ich mir diese Kamera bereits zulegen, habe ich aber wegen der veralteten Speicheranbindung und das Fehlen von 4K/120P von abgesehen. Wollte einfach nicht von Regen (α99 II) in die Traufe (FDR-AX700) kommen.

 

Fakt ist das mit einer zeitgemäßen Speicheranbindung wie hier oder dort 120p in 4K / 6K und / oder mit einer zukünftigen ; Speicheranbindung sind sogar 8K mit 1000p problemlos möglich.Eine optische Sensorauflösung von 14,2 Megapixel ist eben nicht zielführen, für 8K sollte der Sensor schon 7.680 × 4.320 Pixel aufweisen, einen Passenden Sensor kann man aus der Massen Produktion für die normalen Kameras entnehmen ohne dass der Preis ansteigt.

 

Verbleibe mit schönen Grüßen, Milliway

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Expert

Hallo @wideoch,

 

genau, nicht in 4K, sie kann es aber - entschuldige den Spaß meinerseits, ich wusste natürlich worauf du hinaus willst. 

 

Die Diskussion bezüglich unsauberen Schwenks hatten ich schon mit vielen Leuten, kann dies aber nicht ganz nachvollziehen.

 

Wenn man die Belichtungszeit entsprechend einstellt sind auch saubere Schwenks mit 30 oder 25 Bildern die Sekunde möglich.

 

Sollte man jedoch zu kurz belichten fehlt natürlich beim Schritt von einem auf das nächste Videobild ein "Teil" der jeweiligen Bewegung und somit scheint der Schwenk zu stocken oder zu ruckeln.

 

- Nic

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Entdecker

Hallo Milliway..... Danke für die "technische Unterstützung"!

 

Hallo Nic...... Wenns pressiert, will ich mich nicht mit Belichtungszeiten herumschlagen. Und lange Belichtungszeiten gleich Bewegungsunschärfe.

Also ich warte auf das Nachfolgemodell. Denn die Kamera ist bis auf diesen Makel absolute Spitze.

 

Herzliche Grüsse, wideoch

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Enthusiast

Hallo IamNic

 

Einfach mal ausprobieren und auf einen Ultra-HD 4K-Fernseher Anschauen und vergleichen!

 

Die Belichtungszeit bezieht sich nur auf das einzelne aufgenommene Bild.

Für das flüssige Abspielen bewegter Motive ist aber eine höhere Bildrate von Nöten die man zuvor auch aufgezeichnet haben muss.

Daher ist die Frage von @wideoch vollkommen Berechtigt.

 

In meiner α99 II Habe ich 17 verschiedene Video Modus zur Auswahl.

 

Beim Ausprobieren "Freihand" auf Luftfahrzeuge habe ich festgestellt das XAVC S 4K ( 3840x2190 25/30VB/s) die beste Bildqualität liefert.

Den Besten Fluss beim Anschauen liefert aber XAVC S HD (1920x1080 100/120VB/s)

Dem zu Folge wäre das Optimale Format eine Verbindung der beiden Formate miteinander: 4K 3840x2190 bei 100/120VB/s

 

Die Kamera ist durchaus in der Lage diese Auflösung oder sogar 8K zu fahren aber mit der Speicheranbindung aus der Steinzeit ist es technisch einfach unmöglich.

 

Aktuelles Problem

Die eingesetzten SD Speicherkarten sind jetzt schon der Flaschenhals und Gedanken über die 29 Minuten Begrenzung brauch man sich auch nicht machen weil die Kamera schon vorher mit überhitzten SD-Karten und Controller den Dienst Quittiert!

 

Mitbewerber können 4K mit 4.096x2.160 60VB/s und bis zu 29 Min. 59 Sek. fortlaufend aufzeichnen.

 

Da Sony diese Problematik bewusst ist, wurde auf eine höhere Bildrate bei 4K z.B. 120VB/s oder nur 60VB/s bei der FDR-AX700 verzichtet.

Verfügt die FDR-AX700 über eine Kühlung, wenn Ja kann man die Bildrate ja noch per Firmware Update hoch schrauben.

 

Schöne Grüße Milliway